Seppy's Blog

Geschichten von Christa Koinig - erscheinen jeden Sonntag im Kurier
04.10.2020

Der Piratenschatz

Herbstzeit ist Lesezeit, weil man da nicht mehr so viel draußen spielen kann. Manche laufen ja bei jedem Wetter jeden Tag ihre Runden, ich nicht. Ich trainiere mein Hirn. Omama sagt nämlich, Bücher halten das Gehirn jung und leistungsfähig.

Beim Lesen kann man sich entspannen und Stress abbauen, egal welchen. Jedes Buch kann uns was Neues beibringen, und man lernt viele neue Wörter kennen. Und außerdem sagt sie, Lesen ist Abenteuer im Kopf.

Ich hab’ mir also was ausgesucht, das nach Abenteuer klingt und hab’ auch etwas gefunden, nämlich die Geschichte „Der Piratenschatz“. Es beginnt eigentlich nicht recht aufregend. Drei Freunde finden eine Flaschenpost in einem Teich. Im Teich? Wie gibt’s denn sowas? Flaschenpost schwimmt doch im Meer herum, oder? Merkwürdig. Aber dann wird’s doch noch spannend. In dieser Flaschenpost ist nämlich ein Plan von einer Schatzinsel versteckt, und der Platz, wo man den Schatz finden kann, ist genau eingezeichnet.

Die Freunde machen sich also auf den Weg zu dieser Insel. Dort angekommen, verlieren sie leider den Schatzplan, treffen aber auf einen Leuchtturmwärter, der sie herzlich willkommen heißt. Er lebt allein auf dieser Insel, nur manchmal bekommt er Besuch von seinem Neffen Klausi. Aber noch jemand ist auf dieser Insel. Ein Pirat namens Humpelpumpel, er hat ein Holzbein und humpelt, darum heißt er so.  Dann ist da noch der Schiffskoch Hatschipuh, der wiederum heißt so, weil er an Land immer niesen muss. Diese beiden haben den Schatzplan gefunden und graben an der eingezeichneten Stelle tatsächlich eine schwere Kiste aus. Was sie drin finden, sind zwar echte Schätze, aber nix für Piraten.

Das Ende verrat’ ich nicht, nur so viel: Es war Klausi, der die Flaschenpost in den Teich geworfen hat. Und wenn ihr wissen wollt, was tatsächlich in der Schatzkiste ist, dann kommt zu uns ins Linzer Puppentheater.

„Kasperl und der Piratenschatz“ steht im Oktober auf dem Programm.

Euer Seppy

Text von Christa Koinig, erschienen im Kurier am 04.10.2020